Von Bussen und Zügen

Heute konnten wir ausschlafen, denn außer unserer Weiterfahrt hatten wir nichts Großes geplant. Allerdings wurde mir um neun Uhr so warm, dass ich es im Zelt kaum noch aushielt. Lina hingegen schlumnerte weiter. Wir haben wohl eindeutig ein anderes Kälteempfinden. Dann machten wir uns gemütlich daran unsere Sachen zusammen zu packen. Die drei Norweger, mit denen wir gestern ein Bierchen getrunken haben, schenkten uns noch Knäckebrot, Kekse, Käse und Schinken, weil sie es nicht mehr brauchten und auch abreisen. Damit hatten wir unser Mittagessen gesichert.

Zum Bus gingen wir extra etwas früher los, was sich auch ausgezahlt hat. Denn dort, wo die Haltestelle sein sollte, war weit und breit nichts. Wir liefen ein paar Straßen hin und her und langsam fingen wir an zu schwitzen, weil uns nicht mehr viel Zeit blieb. Also sprintete ich zurück zum Campingplatz, um nachzufragen. Die nette Dame wies mir genau die Stelle aus, an der wir auch gestanden hatten. Der Bus kam und es war der gleiche Busfahrer wie letztens. Dieses Mal hatte ich mir den Satz aber schon in meinem besten Norwegisch zurecht gelegt: „Vi trenger to billeter til Randen“. Es funktionierte und der Bus holperte die Serpetinen hinunter, was bei mir zu Übelkeit führte. Aber kotzen durfte ich nicht. Nicht weil es ekelig gewesen wäre und ich nur ein Drybag als Tüte hatte. Nein, es wäre viel zu teuer, den guten Porridge wieder auszubrechen. Also blieb alles, wo es hin sollte.

In Randen stiegen wir um. Allerdings war Randen keine Stadt, nichtmal ein Dorf, sondern bestand aus zwei Häusern, die direkt an der Hauptstraße und an einem See lagen. Also setzten wir uns an den See und warteten.

Der nächste Bus brachte uns zurück nach Otta, von wo aus wir den Zug nach Dombaas und dann nach Åndalsnes brachte. Der Ausblick war mal wieder gigantisch. Wir fuhren an Bergen vorbei, die steil aus dem Boden ragten, an Flüssen, deren Wasser so klar war, dass man auch aus dem Zug den Boden sehen konnte und an Fjorden, die die Berge umspühlten.

In Andalsnes angekommen machten wir uns auf die Suche nach einem Schlafplatz und ergatterten noch einen Platz auf einem Campingplatz, der eigentlich schon voll war. Zum Abend gab es, wer kann es erraten? Genau, Nudeln mit Pesto, aber dieses Mal mit Grünem, was eine Abwechslung. Morgen geht es dann weiter zum UNESCO Kulturerbe. Es bleibt einfach atemberaubend

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