Mit dem Kajak über den Geirangerfjord

Heute morgen verließen wir das verschlafene Dörfchen Valldal, das wohl genauso aussieht, wie man sich ein norwegisches Dorf vorstellt. Nur die vielen Wohnwagenparks zerstörten das Bild ein wenig. Der Bus brachte uns mittels einer Fähre über den Kamm bis zum Geirangerfjord. Am Aussichtspunkt machte er eine Fotopause, sodass wir die Aussicht auf den Geirangerfjord kurz genossen und ein paar Fotos schossen. Der Busfahrer rauchte in der Zwischenzeit eine Kippe. Die Frage ist also, ob die Pause so ganz selbstlos war.

Dann kamen wir in Geiranger an. Einem Dorf, in dem wohl mehr Touristen als Menschen leben. Doch wir haben sogar noch Glück. Wäre kein Corona, lägen jeden Tag drei Kreuzfahrtschiffe im Hafen. So haben wir von unserem Campingplatz direkt Sicht auf den Fjord.

Da es morgen regnen soll, leihten wir uns schon heute ein Kajak aus und erkundeten den Fjord vom Wasser aus. Damit hatten wir zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Erstens wollten wir unbedingt mal Kajak fahren und zweitens mussten wir so nicht die überteuerte Touristenfähre bezahlen. Am Anfang hatten wir noch kleine Schwierigkeiten, weil mein Taktgefühl mal wieder nicht vorhanden war (Wer mich schon mal Tanzen gesehen hat, weiß, wovon ich spreche). Aber auch die überwunden wir und ruderten gemeinsam an steilen Felswänden und Wasserfällen vorbei. Vor uns öffnete sich ein traumhafter Anblick. Die Wellen, die von vorbeifahrenden Schiffen entstanden, lösten erst ein mulmiges Gefühl aus. Schließlich wollten wir nicht ins Wasser fallen. Aber im Endeffekt waren sie super cool. Ein bisschen Gewackel, Gespritze und Hüpfen macht doch jedem Spaß.

Nach dem Wasserfall der Sieben Schwestern wendeten wir und kämpften gegen den Wind an, der uns nicht zurück zum Ufer lassen wollte. Aber wir waren natürlich stärker. Das letzte Stück ruderten wir ganz entspannt und waren froh, als wir wieder festen Boden unter den Füßen spürten. Es war wunderschön und ein tolles Erlebnis, aber auch echt anstrengend. Also kochten wir uns direkt im Anschluss unser Abendessen und machten noch einen kleinen Spaziergang, den reißenden Wasserfall hinauf. Danach ließen wir den Abend mit etwas Tee und Kakao ausklingen und fallen nun müde ins Bett.

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