Bergen

Heute Mittag nahmen wir den Zug von Voss nach Bergen. Die als schönste Bahnstrecke Norwegens angepriesende Fahrt, stellte sich als Fahrt durch Tunnel und Nadelbaumwäldern heraus. Da ist man doch froh, dass man auf der Rückfahrt schlafen kann. In Bergen angekommen besuchten wir zunächst unseren Lieblingsort, den Supermarkt. Auf einer Bank ließen wir uns Joghurt und Brot schmecken. Direkt wurden wir von einem Einheimischen angesprochen, der mein „Vi spikker ikke norsk“ (Wir sprechen kein Norwegisch) zunächst als Aufforderung sah, weiter auf Norwegisch zu erzählen. Allerdings mit ausfallenden und unterstützenden Gesten, sodass man ein bisschen verstand. Wir wechselten dann aber auf Englisch und er erzählte ein wenig über seine Rheinfahrt und so weiter.

Als nächstes spazierten wir zum berühmten Hafenvierteln, das mit seinen kleinen bunten Holzhäusern einen gewissen Charme versprühte. Nicht weit vom Hafenviertel entfernt, steht die Festung von Bergen. Wir erkundeten die Håkonshalle. Die gewölbten Keller baten eine besondere Atmosphäre. Hier könnte man brillante Partys feiern. Die Halle an sich erinnerte ein bisschen an die große Halle von Harry Potter. Fast wären wir Dumbledore und Snape begegnet. Wir spazierten noch ein wenig über die Festung und besuchten das dazugehlrige Museum. Dieses klärte über die Rolle Norwegens im 2. Weltkrieg auf, über die Geschichte der Festung und die Geschichte des Militärs. Schaufensterpuppen schauten uns, in die verschiedenen Uniformen der letzten 500 Jahre gekleidet, an.

Danach nahmen wir den Bus zum Hostel, das auf einem kleinen Berg in Bergen liegt. Nachdem wir unser Zimmer bezogen hatten, liefen wir zum Supermarkt und besorgten alle Lebensmittel für eine deluxe Pizza, die wir in der sehr sauberen (Ironie) Küche der Jugendherberge zubereiteten. Es sah aus wie im Restaurant und schmeckte fast wie beim Italiener. Mit vollen Bäuchen begaben wir uns auf Gesellschaftssuche und landeten schließlich bei einer Partie Kicker gegen einen Italiener. Ich verlor knapp gegen den Europameister. Ansonsten hört man hier fast jede Sprache. Größtenteils Englisch, aber auch Französisch und Deutsch. Die Menschen in der Jugendherberge kommen von überall her und erzeugen so eine sehr schöne internationale und offene Gemeinschaft.

Wir gehen jetzt schlafen und freuen uns morgen auf das erste Frühstück, das wir nicht selber zubereiten müssen.

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