Plötzlich am Mittelmeer?

Heute morgen verließ ich die Insel Moskenesøy und fuhr mit dem Bus zur nächsten Insel Flakstadøy. Ja, ich weiß, ich komme mit diesen Namen auch noch nicht zurecht. Aus dem Fenster beobachtete ich die atemberaubende Landschaft. Vor allem das kleine Dörfchen Reine ist einen Besuch wert. Dort ragen, ähnlich wie in Å, rote Holzhütten aus dem kristallklaren Wasser. Für mich ging es weiter nach Ramberg. Endlich ein Name, den man sich merken kann. Einen deutscheren Namen konnten sich die Bewohner wahrscheinlich auch nicht ausdenken. Dort gab es endlich einen Supermarkt, in dem ich mir mein Mittagessen und Abendessen für die nächsten zwei Tage einkaufte. Nun wollte ich eigentlich zu Fuß nach Flakstad laufen (weil dort kein Bus hinfährt) und dort mein Lager auf einem Campingplatz aufschlagen. Aber als ich gerade losgehen wollte, leuchtete vor mir in Rot eine Rezeption auf. Spontan entschied ich mich in Ramberg zu bleiben. Der Campingplatz liegt direkt am Meer. Deswegen pfiff mir der Wind gehörig um die Ohren. Beim Zeltaufbauen hatte ich so meine Probleme, aber eine hilfsbereite Frau half mir, sodass das Zelt nachher sicher im Boden verankert war.

Nun machte ich mich doch zu Fuß auf nach Flakstad, aber mit leichterem Gepäck. Als erstes lief ich über den Strand von Ramberg. Der fast weiße Sand und die türkisfarbenden Wellen, ließen einen fast vergessen, dass man sich nördlich des Polarkreises befand. Es hatte schon eher Mittelmeerfeeling. Nur die Temperatur und der Wind holten einen in die – wortwörtlich – eiskalte Wirklichkeit zurück. Als der Sandstrand endete, lief ich über Steine entlang ser Küste. Mich beeindruckte vor allem die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt. Hier und dort sah ich Muscheln, die ich noch nie gesehen hatte. Sie glänzten in Grün oder Violett. An anderer Stelle lagen die Reste einer Krabbe, wohl ein leckeres Möwenfrühstück.

Weiter ging es durch hohe Wiesen, vorbei an einigen, sehr modernen Häusern bis zum Strand von Flakstad. Hier trauten sich einige Menschen mit Neoprenanzügen ins Wasser und surften auf den Wellen. Also vielleicht doch Hawaii?

Ich nahm den gleichen Weg zurück und tauchte auf dem Rückweg auch nochmal die Füße ins Wasser. Man sagt ja, das Wasser an den Lofoten hat ein milderes Klima aufgrund des Golfstroms. Davon habe ich jetzt nicht so viel gemerkt. Umso angenehmer war dann die heiße Dusche und das warme Abendessen.

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