Pulsierende Stadt des Nordens

Während es draußen ein wenig fisselte, packte ich meine Sachen zusammen und warf einen letzten Blick auf mein heutiges Schlaflager. Über dem See stand noch etwas Nebel und die Wiese war nass. So auch meine Hose, nachdem ich mich durch das Dickicht zur Bushaltestelle gekämpft hatte.

Der Bus brachte mich zum Hafen. Die Toilette am Busterminal kam mir für meine ach so aufwendige Morgenroutine sehr gelegen. Danach frühstückte ich und machte mich schließlich daran Finnsnes zu erkunden. Leider gab es in Finnsnes nicht so viel zu erkunden und der Regen setzte wieder ein, sodass ich in einer halben Holzhütte zu Mittag aß. Dort gesellte sich ein Mann dazu, der mir erst einmal eine Kippe anbot. Ich lehnte dankend ab.

Eigentlich hatte ich die Fähre nach Tromsø nehmen wollen. Die wäre aber erst um 18 Uhr gekommen. Also entschied ich mich dazu, den Bus zu nehmen.

Nach einer Busfahrt durch immer kahler werdene Landstriche und Berge, die auch weiter unten noch schneebedeckt sind, kam ich in Tromsø an. Mein erster Eindruck war eine sehr moderne Kirche und ein gemütlicher Campingplatz. Ich brauchte aber natürlich noch einen zweiten Eindruck. Also machte ich mich auf in die Stadt.

Tromsø wird in meinem Reiseführer „die pulsierende Stadt des Nordens genannt“ und es stimmt. Hier ist echt Leben drin , vor allem wenn man die letzten Tage nur in kleinen Dörfern gewesen ist. Außerdem hat Tromsø zur Bevölkerungsanzahl gesehen, die meisten Kneipen Norwegens. Tja, wäre der Alkohol nicht so teuer… Die Gebäude Tromsøs sind ganz niedlich. Hier und da alte Holzbauten, Pavillons und Kirchen. Allerdings wirken sie nicht wirklich beeindruckend. Die Festung steht mitten in der Stadt und besteht aus drei gelben Holzhäusern. Dahingegen wirkt die Schule mit einem großen gelben Holzkomplex fast majestätisch.

Ich machte mich auf den Heimweg. Für heute hatte ich genug gesehen. Auf dem Campingplatz gönnte ich mir eine heiße Dusche und eine Waschmaschine. Danach kochte ich ein zwei Gänge Menü. Als Vorspeise gab es eine Gemüsebrühe und danach Nudeln mit Pesto.

Nach dem Essen unterhielt ich mich noch lange Zeit mit einem Mädchen vom Bodensee, die mit dem Rad unterwegs ist und kuschelte mich dann in meinen Schlafsack.

One Comment on “Pulsierende Stadt des Nordens

  1. Hey Hannah,

    hier ist Tabea vom.Wikingermuseum ;). Wir sind wieder in DE und ich lese jeden Tag in deinem Blog, was du so erlebst :). Es macht Spaß deine Reise zu verfolgen.
    Es wird jetzt übrigens, gerade im Norden immer nasser und kühler. Bei unserem letzten Stop, das war in Trondheim, sagte uns dies eine Norwegerin. Sehr empfehlenswert in Trondheim finden wir das Trøndelag Folk Museum, falls du dorthin gehst. Dort wird das Wetter demnächst auch wieder wärmer und freundlicher.

    Ganz liebe Grüße und noch eine gute Reise,

    Tabea und Chris

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