Am Lagerfeuer in den Sternenhimmel schauen

In meinem Acht-Personen mixed room kam ich heute Nacht als Letzte und bin als Erste wieder aufgestanden. Sowas macht mich stolz! Ich ging in die Küche und fand im Left over Kühlschrank noch etwas Hafermilch, die ich mir zusammen mit dem Müsli schmecken ließ. Dann packte ich meine sieben Sachen, verabschiedete mich von den Leuten, die ich getroffen hatte und verließ das Hostel. Mit der Tram machte ich mich auf nach Djurgården, einer Insel im Center von Stockholm. Dort wollte ich mir eigentlich das Vasamuseum anschauen. Darin kann man sich nämlich ein ganzes Schiff ansehen, drum herum gehen und vielleicht sogar hinein. Aber es gab keinen Studententarif und der Preis war es mir nicht wert. Schließlich hatte ich ja schon ein Schiff aus dem 18. Jahrhundert im Hafen gesehen. Also besuchte ich das skandinavische Museum, das von außen betrachtet echt beeindruckend aussah. Die alten Steinmauern und vielen Türme gaben mir ein gewisses Harry-Potter-Gefühl. Auch von innen war das Gebäude beeindruckend. Die Ausstellung über das schmelzen der Arktis war mal wieder ganz interessant, wenn auch nichts Neues. Dazu gab es allerdings Mythen und Geschichten der Einheimischen, wie diese sich die Geburt und den Tod vorstellen. Weiter ging es mit Ausstellungen über die Samen, die Einheimischen von Lappland, und weiteren Kleinigkeiten.

Am Ende ging ich mal wieder mit einem Kopf voller neu gelernten Dingen aus dem hogwartsähnlichen Gebäude raus.

Ich schlenderte noch ein bisschen über die Insel, kaufte mir Brot und Humus, sodass ich zu Mittag essen konnte und fuhr dann zum Hauptbahnhof.

Ich traf mich etwas außerhalb von Stockholm mit Peter, dem Tiroler, der wie ich erfahren habe im gleichen Dorf wohnt wie ein Teil meiner Familie. Klein ist die Welt. Wir fuhren nach Nyköping, einem kleinen Kaff inmitten schwedischer Wälder und Felder. Dort fanden wir einen sehr schönen Platz an einem See. Dort stand ein Klohäuschen, das ich allerdings kein zweites Mal benutzte, Schaukeln und Feuerstellen. Wir spannten die Slackline auf und ich versuchte meine ersten Schritte. Nach einigen Versuchen hatte ich es tatsächlich bis in die Mitte geschafft. Peter war schon etwas geübter und lief vorwärts und rückwärts. Nach unseren Kunststücken kochten wir eine asiatische Gemüsepfanne, aber unterbrachen unsere Kochkünste, weil der Himmel plötzlich golden schimmerte. Also genossen wir zunächst den Sonnenuntergang und danach ein sehr leckeres asiatisches Gericht.

Mit vollem Magen machten wir ein Lagerfeuer. Als die Sonne komplett untergegangen war, waren wir gepackt vom Sternenhimmel. Keine einzige Wolke war zu sehen und da wir irgendwo im Nirgendwo waren, auch keine Lichtverschmutzung. So konnten wir die Milchstraße mit ihrem über den Himmel schimmern sehen und noch viele weitere Sterne.

Als das Feuer hinuntergebrannt war, wurde es auch langsam frisch. Also murmelte ich mich in meinem Zelt in meinen Schlafsack ein und Peter zog sich in seinen Van zurück. Ich muss schon sagen, ich habe mein Zelt nach zwei Nächten im Hostel ein bisschen vermisst. Schließlich ist es zu meinem zuhause geworden.

Ein nnisterndes Lagerfeuer unterm Sternenhimmel

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