Göteborg

Peter weckte mich um 20 nach 10. An einem See mitten in der Natur schläft man wirklich am Besten. Wir frühstückten gemeinsam und ließen dann unseren genialen Nächtigungsort hinter uns. Nach etwas weniger als einer Stunde Fahrt setzte mich Peter in Katrinenholmen aus, einer kleinen Stadt, die ganz gemütlich aussah, aber außer dem Bahnhof, einem Coop (Lebensmittelladen) und einer Kirche nicht wirklich viel zu bieten hatte. Schließlich fuhr mein Zug ein. Ich hatte aber im Vorhinein keine Sitzplatzreservierung machen können, deswegen fragte ich den Schaffner, ob es bei ihm ginge. Der schlug mir einfach vor, mich ins Tierabteil zu setzen. Da wären noch genügend Plätze frei. Für einen kurzen Moment malte ich mir in meinem Kopf aus wie ich zwischen Elefanten und Tigern auf Stroh hockte. Dann wurde mir aber schnell bewusst, dass das Tierabtei einfach ein ganz normaler Wagon war, wo die Leute ihre Haustiere mitnehmen durften. Ich fands auch einfach fazinierend wie still diese Hunde die ganze Zeit über waren. Kein Einziger hat gebellt. Diese Hunde können besser Zug fahren als manche Menschen.

In irgendeiner Kleinstadt musste ich dann in den Bus wechseln. Schienenersatzverkehr gibt es also auch in Schweden. Grüße gehen raus an die schweizer Freunde, die ich in Stockholm kennengelernt habe und die dieses Wort „Schienenersatzverkehr“ so witzig finden.

Als ich dann in Göteborg ankam, war ich einfach begeistert von der Stadt. Riesige Parks erstreckten sich mitten durch die Stadt. Dazu kamen kleine Gassen und alte Gebäude. Überall waren Menschen, die Musik hörten oder sich sonnten oder eben beides machten. Im Vergleich zu Stockholm ist Göteborg einfach ein bisschen kleiner und deswegen zentrierter. Ich genoss die Schönheit der Stadt, indem ich eine Stunde zum Campingplatz lief. Dieser war eigentlich ausgebucht, aber nur mit Zelt und ohne Auto kriegt man immer einen Platz. Ich baute mein Zelt auf, gönnte mir eine Dusche und machte mich dann wieder auf ins City Center, wo ich mich mit den Schweizern und zwei Mädchen aus Nürnberg traf, die ich schon in Stockholm kennengelernt hatte. Wir aßen einen Burger, der gar nicht mal so teuer war. Auch der Bierpreis war angemessen. Deswegen gingen wir noch in eine weitere Bar und wippten zu unseren Oldies (also so 2011-2017). Die Bars machen allerdings schon um 1 Uhr zu. Ich weiß auch nicht was die Schweden haben. Vielleicht liegts an Corona, vielleicht haben die meisten nach 1 auch einfach keine Lust mehr. Die spinnen die Schweden. Wir ließen uns noch ein Bierchen im Park schmecken und machten uns dann alle auf nach „Hause“.

Sa. 4.9. (Vernünftiges Wlan gibt es in Göteborg nicht)

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