Kunst und Inseln

So. 5.9. Und Mo. 6.9.

Die Nächte sind wieder überraschend warm. Ich schlief zwar nicht lange, aber dafür gut. In der Küche kochte ich mir meinen Tee und aß Müsli mit Hafermilch. Was ein Luxus. Dann machte ich mich mit der Straßenbahn auf in die Stadt und schlenderte ein bisschen durch die alten Gassen Göteborgs bis ich zum Kunstmuseum kam, wo ich mich mit den Schweizern und den Mädchen aus Nürnberg traf. Gemälde aus Öl, Wasserfarben und Zeichnungen, Skulpturen, moderne Kunst in Form von einer riesigen Poledancerin und eine Tischtennisplatte, die wir zum Rundlaufspielen nutzen durften, erwarteten uns in gut zwei Stunden.

Nachdem wir genug über Kunst erfahren hatten, setzten wir uns in einen Park und genossen die schwedische Sonne. Irgendwann bekamen wir Hunger und jeder machte sich in sein Heim auf. Für mich gab es Nudeln mit Pesto, aber dieses Mal sogar mit roten Linsen und Tomaten. Die knackige Frische des Gemüses war wirklich ein Gaumenschmaus. Mit einer guten Grundlage gestärkt ging es zurück in die Stadt, wo wir uns in einer Bar trafen und den Abend gut ausklingen ließen.

Am nächsten Morgen machte ich mich daran mein Zelt wieder abzubauen und nahm die Straßenbahn zum Fährenhafen. Von dort aus würde ich nämlich die Inseln vor Göteborg erkundigen. Die Fähre fuhr keine Viertelstunde, da ertastete ich auch schon wieder festes Land. Ich ließ mir meine Banane schmecken und wanderte über die Insel. Zuerst kam ich an einem kleinen Fischerdörfchen vorbei dann wanderte ich durch üppige Natur und schönen Wälder. Immer wieder blitzte das Meer vor meinen Augen auf. Ich brauchte nicht lange da hatte ich Asperö umrundet und nahm die nächste Fähre nach Bränno. Hier erwartete mich ein riesiger Haufen Fahrräder und mehrere motorisierte Lastenräder. Auf allen Inseln sind nämlich Autos verboten und das klappt super. Modellstadt für Deutschland in 10 Jahren, wenn Baerbock Kanzlerin wird :). Also die Inseln kann man halt auch zu Fuß in einer Stunde umrunden. Auch in Bränno führten mich meine Füße durch Wälder, über mit Blumen bewachsene Steine bis hin zu einer Steinbrücke, die die Inseln Bränno und Galterö miteinander verband.

Im kleinen Flyer auf der Fähre hatte ich gelesen, dass Camping auf allen Inseln verboten sei und mir war schon heiß geworden. Das Schild am „Eingang “ zu Galterö sagte allerdings, dass man nicht länger als 24 h zelten durfte und Feuer nur an zwei Stellen erlaubt sei. Zu der ersten Stelle machte ich mich dann direkt auf und entschied mich hier zu bleiben. Ich saß an einem kleinen Sandstrand, hinter mir waren ein paar grüne Hügel und die Sonne strahlte mir ins Gesicht. Perfektes Wetter, um schwimmen zu gehen. Das Wasser war zwar nicht besonders tief, aber für einige Schwimmzüge reichte es. Dann kochte ich mir meine Trekkingnahrung, baute mein Zelt auf und genoss den Sonnenuntergang über Galterö.

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