Rosenborg- runder Turm – Nyhavn

Ich erwachte im Waldstück vor Kopenhagen und frühstückte gemeinsam mit den beiden Jungs aus Ludwigsburg. Für mich gab es Haferflocken mit Hafermilch. Die Jungs haben sich was ganz wildes ausgedacht. Frühstückswraps gefüllt mit Rührei, Schinken, Gutke und Paprika. Ich denke beim Reisen wird man, was Essen angeht, immer kreativer. Dann packte ich mein Zelt zusammen und stieg wieder in den Bus aus Ludwigsburg. Die beiden brachten mich zum Campingplatz, denn ich wollte zumindest für diese Nacht eine Dusche und fließendes Wasser haben. Zum Glück war die Rezeption so freundlich und ließ mich auch schon vor dem Check In mein Zelt aufschlagen. Ich verabschiedete mich von den Schwaben, die sich ab heute Abend auf nach Schweden machen und schlug mein Zelt auf. Dann duschte ich und spülte mein Geschirr einmal richtig. Außerdem buchte ich meinen City Pass für den Nahverkehr in Kopenhagen. Allerdings entschied ich alter Sparfuchs mich dazu nur den kleinen City Pass zu kaufen. Mein Campinplatz liegt nicht ganz in der Region, aber die paar Meter kann ich laufen. Das tat ich dann auch und fuhr mit der Bahn ins Zentrum von Kopenhagen. Dort entdeckte ich die Rosenborg, die ich mir von Nahem ansah. Eine steinernde Burg um die einige Soldaten patrollierten. Ich holte mir eine Eintrittskarte und bewunderte die für König Erik IV errichtete Burg von Innen. Im Erdgeschoss begutachtete ich das mit wirklich hässlichen Fliesen verzierte Klo des Königs und die Schlafgemächer. Den Wandteppich, der den Stammbaum von Christain IV zeigte, fand ich beeindruckender. Auch die Ritterhalle hatte seinen gewissen Charme und wirkte mit den drei Löwen vor dem Thron schon recht imposant. Vom zweiten Stock ging es in die Schatzkammer, wo ich die Kronen der alten Herrscher, ihre Schwerter und Pistolen begutachten durfte.

Nachdem ich genug von Schätzen in einem kalten dunklen Gebäude hatte, schlenderte ich durch den Schlosspark und kam schließlich zum runden Turm. Der runde Turm bezeichnet sich selbst als das achte Weltwunder und vergleicht sich mit den antiken sieben Weltwundern. Er ist zwar sehr schön anzusehen und von innen auch cool gemacht, denn es führen keine Treppen nach oben, sondern eine um den holen Kern gewickelte Rampe. Aber mit den sieben Weltwundern hält er nun wirklich nicht mit. Ich stellte mich auf den holen Kern und blickte 25 Meter in die Tiefe, zum Ausgangspunkt von Kopenhagen, denn hier wurde Kopenhagen vor hunderten Jahren vermessen. Schließlich war ich oben angekommen und erblickte die dänische Hauptstadt von oben. Die ganzen Kirchtürme, die aus den Dächern aufragte konnte ich kaum zählen. Weiter hinten blitzte das Meer auf und ich konnte sogar die Brücke nach Schweden erkennen. Als ich wieder am Boden der Tatsachen angelangt war, machte ich mich auf zum Nyhaven, der mit seinen bunten Häusern und alten Fischerbooten einen gewissen Charme versprühte. Nyhaven, dieser Name ist so widersprüchlich, weil es ja eigentlich Neuer Hafen heißt, aber Nyhaven einer der ältesten Stadtteile Dänemarks ist. Ich genoss ein teures aber großes Eis, kaufte noch Tomate Mozerella ein und machte mich dann auf den Weg zurück zum Campingplatz. Dort kochte ich Nudeln mit Pesto und Tomate Mozerella. Als Toping gab es endlich wieder Oliven. Man was habe ich die vermisst. Sattgefuttert begab ich mich noch an den Strand und schaute den Wellen zu, wie sie über die Steine spülten. Am Horizont blinkten die Lichter von Malmö. Plötzlich bekam ich noch Lust auf Schokolade und spazierte eine halbe Stunde zum noch geöffneten Supermarkt um mir viel zu teure Schokolade zu kaufen, die ich durch die Stunde gehen qahrscheinlich schon wieder abgebaut habe. Aber mit Schokolade kann es sich besser schlafen.

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