Leicht fühlt es sich an, daheim zu sein

Entgegen dem Strom
flohn Menschen schon seit Beginn der Zeit.
Bereit alles hinter sich zu lassen,
passen sie sich an.

Wie Zugvögel die jeden Winter
hinter den Bergen verschwinden.
Finden ihr warmes Nest
fest dort, wo sie es verließen.
Genießen die währende Wärme,
schwärmen von der üppigen Kost.
Frost und Kälte ließen sie hinter sich,
nicht aber ihr Heim,
nein, sie kommen immer wieder.
Gefieder senken sich zur Brutstelle
gesellen sich zueinander,
um einander Schutz zu geben
beleben ihr Naturreich.
Leicht fühlt es sich an, daheim zu sein.

Menschen kehren auch zurück.
Glücklich sind die, die es können.
Gönnen sich den Genuss der Heimkehr.
Wer aber ging, entgegen dem Strom,
droht vielleicht der Tod.
Verschont bleibt man denn,
wenn der Strom die Richtung drehte,
Belebte, helle Ufer
Rufe schallen
hallen wieder
Lieder von Heimat.
Frei statt Flucht,
Sucht nach Gemeinschaft,
Kraft für jeden, der kommt und bleibt.
Leicht fühlt es sich an, daheim zu sein.

Am Montag fuhr ich wieder zurück vom Niederrhein entglang am Rhein nach Freiburg. Es ist nicht nur praktisch den Rhein als Orientierung zu haben (ich kann jetzt alle Städte, die am Rhein liegen von Norden bis Süden aufzählen), sondern auch eine malerische Landschaf. Sie kann vielleicht nicht ganz mit der rauen Schönheit der Fjorde Norwegens mithalten, Aber die Wassermengen, die sich durch die Weinhänge schlängeln haben auch ihren Reiz. Der Rhein hat viele Dichter fasziniert. Heinrich Heine schrieb in seinem Gedicht „Die Lorelei“:

Die Luft ist kühl und es dunkelt,

Und ruhig fließt der Rhein;

Der Gipfel des Berges funkelt

Im Abendsonnenschein.

Heinrich Heine (1797-1856)

und auch mich hat der Rhein dazu bewogen ein paar Verse zu verfassen. Zumindest der erste Vers ist in der Assoziation mit dem Rhein entstanden, die anderen Verse sind meinen Gedanken geschuldet, die sich an meinen Stift klammerten und die ich deshalb zu Wort kommen lassen musste.

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