Der kleine Prinz

Der kleine Prinz versprach seiner Rose Schutz
und ich dir die Liebe.
Er versprach ihr und ich dir,
dass wir bei euch blieben.

Aber es zog uns hinaus
ins Abenteuer,
nahmen den Abschied in Kauf,
Gefahren und Ungeheuer.

Wir wollten Kulturen und Menschen sehn,
Sterne aus anderen Perspektiven,
Dorthin, wo die Sonne 1440 mal untergeht,
wo Geheimnisse und Schätze liegen.

Wir treffen Könige oder Menschen, die sich für Könige halten,
Eitle, die Bewunderer suchen.
Geschäftsmänner, die Sterne kaufen und verwalten,
Säufer, die übers Vergessen fluchen.

Auf meiner Reise durch die Galaxie
fand ich Beweise für meine Fantasie.
Ich hörte Geschichten und schrieb Neue.
Sie berichten von Liebe und Treue.

Meine Reise ist noch nicht zu Ende
und mein Wissensdurst noch nicht gestillt,
Doch meine Richtung nahm eine Wende,
als ich bemerkte, was mich erfüllt.

Der kleine Prinz bemerkte, dass er seinen Asteroiden B612 vermisst,
als er sich an seine Rose erinnert,
ihm wurde klar,
dass all die Welten
ihm nicht zu Glück verhelfen,
wenn er alleine war.

So vermiss ich dich
während meinen Abenteuern,
vermisst du mich,
wenn ich von Planet zu Planet steuer‘?

Ich wollte die ganze Welt bereisen,
jede Galaxie.
Malte mir Landschaften aus
tief in meiner Fantasie.

Ich wollte mit dem Prinzen Welten entdecken,
fern ab von daheim,
meine Bindungsangst verdecken,
frei und unabhängig sein.

Doch je weiter ich mich entfernte,
desto mehr wurde mir bewusst,
dass ich, um vollkommen zu sein,
nicht jeden Planeten bereisen muss.

Je weiter ich mich entfernte,
desto mehr wurde mir klar,
dass meine Heimat und mein Ziel
schon immer in deinen Armen war.

Jedes Jahr schenke ich meinen Eltern einen selbst gemalten Kalender. Letztes Jahr schaffte es auch der kleine Prinz hinein mit dem berühmten Satz: „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Essenzielle ist für die Augen unsichtbar.“

Der kleine Prinz begleitet mich schon mein Leben lang. Von der Kinderserie mit dem Fuchs und der Schlange über unseren Theaterkurs, in dem wir den kleinen Prinzen vortrugen, bis hin zu diesem Gedicht. Beim Schreiben dieses Gedichtes, habe ich nochmal nachgelesen. Hier in Freiburg habe ich den „kleinen Prinzen“ aber nur auf Französisch. Es war gar nicht so einfach „mille quatre cent quarante“ als 1440 zu übersetzen, aber im Endeffekt konnte ich ein paar Bezüge von Antoine de Saint-Exupéry in mein Gedicht mit einbringen.

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